Öffnen Sie ein leeres Dokument und schreiben Sie fünf Fragen auf, die neue Kunden regelmäßig stellen. Was bieten Sie an? Für wen? Wo arbeiten Sie? Wie läuft ein Auftrag ab? Wie erreicht man Sie? Damit steht oft schon das Gerüst der Website.

Der Rest wird leichter, wenn Sie diese Fragen mit Angaben aus Ihrem Betrieb beantworten. Eine Sammlung schöner Begriffe hilft wenig. Ein Besucher braucht genug Informationen, um einzuschätzen, ob sich eine Anfrage lohnt.

Der erste Absatz muss einordnen

Nennen Sie Ihre Leistung, Ihre Kunden und, wenn der Ort entscheidend ist, Ihr tatsächliches Einsatzgebiet. Der Besucher soll erkennen, worum es geht, ohne erst die Navigation zu öffnen. Ein kurzer Zusatz beschreibt, wie der nächste Schritt aussieht.

Das Beispiel ersetzt keine echte Ortsangabe. Tragen Sie dort ein, wo Ihr Betrieb tatsächlich arbeitet. Verzichten Sie auf Versprechen wie „sofort verfügbar“, wenn das im Alltag nicht zuverlässig stimmt. Eine klare Erwartung spart Ihnen spätere Rückfragen.

Leistungen brauchen eine Grenze

Beschreiben Sie jede wichtige Leistung so, dass ein Außenstehender sie zuordnen kann. Fachbegriffe sind in Ordnung, wenn Ihre Kunden sie verwenden. Interne Abteilungsnamen und Produktkürzel brauchen dagegen eine Erklärung.

  • Was wird konkret gemacht oder geliefert?
  • Für welche Art von Auftrag ist die Leistung gedacht?
  • Was ist üblicherweise enthalten?
  • Welche Voraussetzungen muss der Kunde erfüllen?
  • Was gehört ausdrücklich nicht dazu?

Ein Sanitärbetrieb muss beispielsweise nicht jede Schraube nennen. Der Unterschied zwischen einer Reparatur, einer Badsanierung und der Installation einer neuen Anlage sollte trotzdem sichtbar sein. Wenn die Themen viel Erklärung brauchen, verdienen sie jeweils eine eigene Seite.

Den passenden Umfang für Ihre Website wählen

Zeigen Sie, worauf Ihre Aussagen beruhen

Arbeitsbeispiele werden verständlich, wenn neben dem Bild etwas Konkretes steht. Beschreiben Sie die Ausgangslage, Ihren Anteil und die erledigte Arbeit. Ein Foto mit der Überschrift „Projekt 7“ sagt wenig aus.

Nennen Sie Kunden und veröffentlichen Sie Material nur im geklärten Rahmen. Wenn ein Projekt vertraulich ist, lässt sich oft die Aufgabe erklären, ohne den Auftraggeber zu nennen. Verändern Sie dafür keine Ergebnisse und schreiben Sie sich keine Leistungen anderer Beteiligter zu.

Haben Sie noch keine freigegebenen Referenzen, zeigen Sie zunächst Ihren Ablauf, die verantwortlichen Personen und konkrete Leistungsbeschreibungen. Erfundenes Lob ist kein Ersatz für fehlende Belege. Beispieltexte gehören während der Gestaltung klar als solche gekennzeichnet.

Über uns heißt: Wer übernimmt den Auftrag?

Für kleine Unternehmen ist dieser Abschnitt besonders praktisch. Kunden möchten wissen, mit wem sie sprechen, wer an ihrem Auftrag arbeitet und welche Erfahrung für ihre Aufgabe relevant ist. Ein kurzer, zutreffender Text und ein echtes Foto leisten hier mehr als eine lange Gründungsgeschichte ohne Bezug zur Leistung.

  • Name und Rolle der Ansprechperson.
  • Für die angebotene Leistung relevante Erfahrung.
  • Arbeitsweise und Abstimmung mit Kunden.
  • Team oder Partner, soweit das für den Auftrag wichtig ist.

Lassen Sie Angaben weg, die Sie nicht belegen möchten oder dürfen. Ein präziser Absatz ist völlig ausreichend. Sie müssen aus einem kleinen Betrieb kein großes Unternehmen machen.

Machen Sie die Anfrage einfach

Eine E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder ein kurzes Formular muss dort erreichbar sein, wo ein Besucher sich entschieden hat. Schreiben Sie dazu, welche Angaben Sie für eine erste Einschätzung brauchen. Bei vielen Dienstleistungen reichen Anliegen, Ort und ein gewünschter Zeitraum.

Bieten Sie nur Kontaktwege an, die Sie im Betrieb bedienen. Wenn niemand Nachrichten in einem zusätzlichen Kanal liest, ist dieser Kanal keine Erleichterung. Klären Sie auch, wer eingehende Anfragen übernimmt und was bei Abwesenheit passiert.

Öffnungszeiten, Besuchsadresse und Anfahrt gehören dazu, wenn Kunden vorbeikommen. Reine Einsatzgebiete sollten als solche bezeichnet sein. Ein Briefkasten ist kein Ladenlokal.

So liefern Sie die Inhalte gesammelt

Legen Sie einen Ordner für Texte, einen für Bilder und einen für die benötigten rechtlichen Angaben an. Benennen Sie Bilder nach dem Motiv statt nach der laufenden Nummer Ihrer Kamera. Kennzeichnen Sie, was bereits freigegeben ist und was noch geprüft werden muss.

  • Ein kurzer Überblick über Unternehmen und Angebot.
  • Die wichtigsten Leistungen mit zwei bis vier konkreten Sätzen.
  • Freigegebene Fotos, Bildunterschriften und gegebenenfalls Nutzungsangaben.
  • Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Einsatzgebiet.
  • Fertige Rechtstexte für die geplante Website.
  • Eine Person, die die Rückmeldungen aus Ihrem Betrieb zusammenführt.

Die Gestaltung muss nicht warten, bis jedes Komma sitzt. Die wesentlichen Inhalte sollten aber feststehen. Sonst wird ein bereits abgestimmter Aufbau später wieder aufgebrochen.

Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe